KÖRPERPFLEGE & CO.

WaschbeckenDie morgendliche Dusche

Ein jeder kennt die Situation: es ist nachts, es ist Sommer: man schwitzt. Gut, dass man „seine Sachen“ in die Waschmaschine werfen und am morgen kühl duschen kann.Ein Luxus, der bei weitem nicht jedem in diesem Land vergönnt ist.

Die Geflüchteten in der Turnhalle müssen zu großen Teilen darauf verzichten. Mit einer Waschmaschinenanzahl im einstelligen Bereich, verteilt auf 230 Menschen und einem zunehmend knapper werdenden Angebot an Hygiene Artikeln sieht die Lage nicht besonders gut aus. Sich bekleckernde Babys oder draußen spielende Kinder noch nicht mit eingerechnet.

Auch an nötigstem wie Tampons oder Zahnbürsten scheint ein Mangel zu herrschen.

Ein neuer Aufruf

In diesem Sinne wenden wir uns erneut an die hilfsbereiten Bürger unserer Stadt. Wie zuvor bei den Kleidern, haben wir beschlossen fortan auch Hygiene Artikel und Waschmittel anzunehmen und auszugeben. Wer uns mit Spenden unter die Arme greifen möchte, ist in diesem Sinne wieder sehr herzlich dazu eingeladen. Auch das Spendenbarometer wird dahingehend aktualisiert.

Mythos „Selbstfinanzierung“

Dabei ist es zudem wichtig sich nicht von einem Mythos täuschen zu lassen: Wir haben in der letzten Zeit oft gehört: „Die Flüchtlinge können sich die Sachen von ihrem Taschengeld doch selber kaufen“. Dies ist nur in Teilen richtig, da es sich in Siegen um eine Notunterkunft handelt und sehr viele Menschen hier sind die kein „Taschengeld“ bekommen, geschweige denn schon irgendwo registriert oder erstversorgt wurden. Allein die medizinische Betreuung wird schnell vollzogen, während Geldleistungen erst einmal sehr weit hinten anstehen und auch vom Asylstatus abhängig sind.

Sollten Sie weitergehende Informationen zu diesem Thema wünschen, so schreiben Sie uns gerne eine Email an: refugeeswelcome@uni-siegen.de. Wir beantworten Ihre Fragen gerne, wenn es auch ein oder zwei Tage dauern kann, bis wir die Zeit finden Ihnen eine gute, ausführliche Antwort zu geben.

 

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